Internationale Studierende sehen sich gemeinsam Lernmaterialien an.

Es gibt viele Gründe, weshalb ein Studium in Deutschland Ihre beste Entscheidung sein kann. In Deutschland gibt es um die 380 Universitäten und Fachhoschulen, die aufgrund ihrer langen Tradition und ihres hohen akademischen Niveaus einen exzellenten Ruf genießen. Die deutschen Universitäten verfügen außerdem über technisch sehr gut ausgestattete Labors und gut bestückte Bibliotheken.

Kosten

Studieren in Deutschland ist angesichts der hohen Qualität der Ausbildung im Vergleich zu vielen anderen Ländern recht günstig. Da die meisten Universitäten in öffentlicher Hand sind, verlangen Sie in vielen Studiengängen keine Studiengebühren.  Eine Ausnahme ist das Bundesland Baden-Württemberg. Hier fallen Studiengebühren an.

Sie sollten mit etwa 800 Euro monatlich rechnen, um alle Kosten zu decken – inklusive Essen, Unterbringung und Krankenversicherung. Momentan bietet der DAAD für Chilenen keine Stipendien im Bereich grundständiger Studiengänge (Bachelor) an. Trotzdem lohnt es sich, in Deutschland einen Bachelor zu studieren: hier erhalten Sie eine exzellente Ausbildung zu einem vergleichsweise sehr niedrigen Preis.

Voraussetzungen

Ein Chilene, der einen Durchschnitt in der PSU von über 600 Punkten hat, benötigt keinen weiteren Nachweis für die Universitätsreife, d.h. er kann sich direkt für ein Bachelor-Studium an einer deutschen Universität bewerben.

Welche Tests werden berücksichtigt, um diesen Durchschnitt von über 600 Punkten in der PSU zu erhalten? Es werden vier Prüfungen berücksichtigt:

- die 2 Pflichttests (Spanische Sprache und Mathematik) + 1 Wahlprüfung (Geschichte/Geographie oder Naturwissenschaften) + gleichwertige NEM-Bewertung (Schulnoten). Wenn mehr als eine Wahlprüfung erteilt wird, wird die höchste Punktzahl berücksichtigt.

Dieser Durchschnittswert zuzüglich der wissenschaftlich-humanistischen Hochschulreife oder der technisch-beruflichen Hochschulreife berechtigt Sie, sich direkt für einen Bachelor-Studium an einer deutschen Universität zu bewerben. Allerdings wird in der Regel nur der NEM-Wert berücksichtigt, um einen Platz in einem Bachelorstudium zu erhalten, d.h. der Kandidat bewirbt sich an einer deutschen Universität und "konkurriert" mit den anderen Bewerbern (Bildungsausländer * - s. Hinweis u.) um einen Studienplatz mit seiner NEM und nicht mit seinem PSU-Wert.

Die folgende Formel wird verwendet, um die NEM in die deutsche Abiturnote umzuwandeln: 8 - NEM

Wenn ich z.B. eine NEM von 6,1 habe, ist meine Abiturnote 1,9 (8 - 6,1 = 1,9). Dieses ist dann die Note, mit der sich der Kandidat um einen Studienplatz bewirbt.

Hinweis

Für die Zulassung zur Hochschulbildung in Deutschland wird zwischen zwei Gruppen unterschieden:

Bildungsinländer: Personen mit oder ohne deutsche Staatsangehörigkeit, die das deutsche Abitur abgeschlossen haben. Die Bildungsinländer konkurrieren mit ihrer Abiturnote untereinander. Es ist wichtig zu erwähnen, dass zwei Drittel der Bachelor-Studiengänge einen "numerus clausus" haben, d.h. ein hoher Durchschnitt der Abiturendnote, der von Jahr zu Jahr neu festgelegt wird, ist für den Erhalt eines Studienplatzes erforderlich.

Bildungsausländer: Personen mit oder ohne deutsche Staatsangehörigkeit, die das deutsche Abitur nicht abgeschlossen haben. Zum Beispiel: PSU, International Baccalaureate (IB), German International Baccalaureate (GIB), etc. Bildungsausländer konkurrieren untereinander um einen Studienplatz mit der jeweiligen Schulabschlussnote (in Chile: NEM). An dieser Stelle ist zu berücksichtigen, dass alle Studiengänge einen Prozentsatz ihrer Plätze für Bildungsausländer (Ausländerquote) reserviert haben.

Wenn Sie einen PSU-Durchschnitt von weniger als 600 Punkten haben, gibt es zwei Möglichkeiten, sich bei einer Universität zu bewerben:

a. Absolvieren Sie die Feststellungsprüfung an der jeweiligen deutschen Universität.

Die Vorbereitung auf diese Prüfung kann durch einen einjährigen Kurs an einem sog. deutschen Studienkolleg erfolgen. Die Aufnahmeprüfung dafür wird direkt in Deutschland abgelegt.

Eine solche Vorbereitung auf die Feststellungsprüfung ist nicht zwingend erforderlich, wird aber empfohlen. Das Studienkolleg bereitet Sie nicht nur auf die Prüfung vor, sondern erweitert auch Ihre Kenntnisse der deutschen Sprache und bereitet Sie auf die Universität selbst vor, da sich das deutsche Hochschulsystem in vielen Aspekten von dem Chilenischen unterscheidet.

Voraussetzungen und Verfahren für die Bewerbung bei einem Studienkolleg finden Sie hier: http://www.studienkollegs.de/home.html

b. Zulassung ohne Nachweisprüfung

Sie müssen Zeugnisse von mindestens 2 Studiensemestern vorweisen, die im gleichen (oder einem sehr ähnlichen) Studiengang wie dem, den Sie in Deutschland studieren möchten, absolviert wurden, um ein Grundstudium ohne die oben genannte Nachweisprüfung beginnen zu können, sowie die wissenschaftlich-humanistischen Hochschulreife oder die technisch-berufliche Hochschulreife.

Es ist zu beachten, dass diese beiden Hochschulsemester in der Regel nicht für den Universitätsschulabschluss in Deutschland berücksichtigt werden.

Außerdem sollten Sie über ein hohes Niveau einer der Sprachen Deutsch oder Englisch verfügen (ab Niveau C1 GER). Im Bachelorbereich gibt es zwar immer noch sehr viel mehr Studiengänge auf Deutsch, aber Sie können bereits einige Programme auf Englisch studieren.

Nächste Schritte

  • Auf den unten genannten Seiten können Sie sich über das Angebot der Bachelorstudiengänge in Deutschland informieren. Wenn Sie ein Programm interessiert, prüfen Sie, ob Sie die Voraussetzungen erfüllen.
  • Dann bewerben Sie sich bei der Universität oder Fachhoschule in Deutschland.
  • Sobald Sie eine Zulassung einer Universität oder Fachhochschule erhalten haben, können Sie ein Studentenvisum beantragen. Weitere Informationen erteil die deutsche Botschaft in Santiago de Chile.